Karpfenland Aischgrund e.V. > Der Aischgrund

Führungen und Veranstaltungen in der Ferienregion Karpfenland Aischgrund auf 52 Seiten
- die Broschüre erhalten Sie in der Tourismuszentrale in Höchstadt/Aisch, Obere Brauhausgasse 3.

Der Aischgrund

 

Der Aischgrund - das ist zunächst mal kein einheitliches Gebilde. Die Region streckt sich über die zwei Landkreise Neustadt/Aisch- Bad Windsheim und Erlangen-Höchstadt, die Aisch-Mündung liegt dann sogar auf Forchheimer Gebiet in Oberfranken.

Immerhin sind es rund 85 Kilometer, die der Fluss von seiner Quelle bei Marktbergel bis zur Mündung in die Regnitz zurücklegt. Der Name „Aisch“ könnte einen keltischen Ursprung haben („Aisk“, „Eisga“ - Wasser) und ist bereits im Mittelalter bezeugt. Wann die Bezeichnung „Aischgrund“ erstmals auftritt, lässt sich nicht genau sagen. Verwendet wird sie zumindest seit mehreren Jahrhunderten. So ist beispielsweise im Wassergrafenbuch von 1504 vom „grund der Aysch“ die Rede. Eindeutig als Gebietsbezeichnung kommt er in der Neustädter Schnizzer-Chronik aus dem Jahr 1708 vor. Und 1794 preist Johann Georg Raab seine natürlichen Reize: „Gegen Abend sieht man in den schönen breiten Wiesengrund hin, auf dessen sanftem Grün das Auge gerne weilet. Auf beiden Seiten ist der Grund durch nicht hohe und steile Berge begränzt ...“

Enge Grenzen gibt es allerdings auch politisch und konfessionell von Beginn der Geschichts- aufzeichnungen an. Da ist der Aischgrund nur ein Spiegelbild Frankens, das wegen einer verwirrenden Vielzahl an kleinen Territorien gern mit einem Flickenteppich verglichen wird. So finden sich also in den Dörfern über die Jahrhunderte mitunter zur gleichen Zeit unterschiedliche Zuständigkeiten und nicht selten sich rasch ablösende weltliche und geistliche Herrscher. Wobei der untere Aischgrund um Höchstadt unter dem Einfluss des Bistums Bamberg zumeist katholisch blieb, während die markgräflichen und ritterschaftlichen Besitzungen weiter oben im Nachgang der christlichen Reformation von 1517 protestantisch wurden. Bauernkrieg (1525) und 30jähriger Krieg (1618-1648) wüteten in nahezu allen Orten gleichermaßen. Viele sind Mitte des 17. Jahrhunderts weitgehend entvölkert. Ebenso ziehen sich Seuchen, Feuersbrünste und immer wieder Kriege durch die Geschichte der Gemeinden. Seit 1810 ist der gesamte Aischgrund bayerisch.

Sanftes Grün, auf dem das Auge gerne weilet: die Aisch in Höchstadt in der Nähe der Stadtmühle.

 

 

Stolze Zeugnisse einer großen Geschichte: die Aischgrund-Schlösser, hier Illesheim, Altheim, Dachsbach, Weingartsgreuth, Lonnerstadt und Höchstadt.

Der Aischgrund - das ist auch der Karpfen, er der „Aischgründer Spiegelkarpfen“, kurz „Aischgründer“, alias „Cyprinius carpio“. Wie kaum ein anderes Objekt taugt er zum regionalen Aushängeschild. Und er führt damit bei aller historisch gewachsener Vielfalt ein dickes Paket an Gemeinsamkeiten an, das von Marktbergel bis Adelsdorf reicht.

Von mittelalterlichen Mönchen als Fastenspeise gezüchtet gilt der asiatischstämmige „Aischgründer Spiegelkarpfen“ als eine eigene Zuchtform neben dem „Deutschen Teichkarpfen“. Drei Jahre braucht er, um auf dem Teller und schließlich in den Mägen zu landen. Rund 4.000 Karpfenteiche sollen es insgesamt sein, die am Oberlauf eher vereinzelt in die Landschaft gestreut sind, sich dann etwa ab Dachsbach zu großflächigen Weiherketten auswachsen. Sie bescheren dem Landstrich einen ganz eigenen, unverwechselbaren Reiz. Das Wasser spielt auch sonst flussauf, flussab eine gewichtige verbindende Rolle. Zur Aisch gehören ihre Zuflüsse, langgezogene Auen, Feuchtgebiete und vergleichsweise viele Quellen. Der Vertrieb von Wasser ist ein Geschäftszweig, der im Aischgrund hohe Bedeutung hat, ebenso der auf Bad Windsheim konzentrierte Kur- und Bäderbetrieb.

Erstaunlich zahlreich sind die Schlösser, praktisch in jeder Gemeinde, gelegentlich mehrfach anzutreffen und in der Regel höchst imposante Erscheinungen - Ausdruck der wechselvoll bewegten Geschichte. Auf der Liste der markanten Besonderheiten stehen genauso die Störche, die Mühlen sowie die in großen Mengen vorhandenen Felsenkeller. Beide, Mühlen und Keller, werden kaum noch in ihrer ursprünglichen Weise genutzt, drohen zu verfallen und zu verschwinden. Gleiches gilt für die letzten verbliebenen Zeugnisse einer jahrhunderte langen jüdischen Geschichte. Von ihr sind noch einige Friedhöfe übrig in Diespeck, Uehlfeld, Mühlhausen und bei Adelsdorf. Die Kulturlandschaft Aischgrund zeigt sich auch in mannigfachen Veranstaltungen, Kulturreihen, Festen, kulinarischen Aktionen, Städtepartnerschaften und - nicht zu vergessen - in einer bunten Jugendkultur.

 

 

WebCam mit Blick auf den Marktplatz Höchstadt/A.


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